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Bootsantrieb für das Trolling

Die Wahl des richtigen Antriebssystems verbessert die Fähigkeit eines Anglers, Geschwindigkeit und Lenkkontrolle präzise ins Gleichgewicht zu bringen.

Know-how
How to power your boat for trolling

Ganz gleich, ob Sie zum Spaß oder im Wettkampf angeln, Trolling ist eine der effektivsten Techniken, um Ihre Zeit auf dem Wasser zu optimieren. Der Schlüssel, um dies erfolgreich zu tun, ist präzise Bootssteuerung, die je nach gewünschter Geschwindigkeit, Köder, Zielgegend und Rigging Ihres Bootes mit einer Vielzahl von Antriebssystemen erreicht werden kann. Häufig kann der richtige Motor zur Ihrer Erfolgschance beitragen.

Der „große Motor“

Die meisten Fischerboote haben neben dem „großen“ Hauptmotor einen kleineren Kickermotor am Boot. Auch wenn der Kicker am häufigsten für das Trolling verwendet wird, ist bei Einsetzen extremer Wetterbedingungen Trolling auch mit dem Hauptmotor möglich.

Beim Trolling von einer Konsole aus (im Gegensatz zur Verwendung eines Motors mit Pinnenlenkung) können Sie das Steuerrad verwenden, um rasch in die und aus der Deckung zu gelangen. Dies kann außerdem sicherer als ein Kicker sein. Starker Wind gegen ein Strukturelement oder in eine felsige Küstenlinie kann manchmal der Schlüssel für einen großartigen Fang sein. Mit dem großen Motor können Sie wirklich schnell abdrehen.

Der größte Nachteil eines leistungsstarken Motors ist, dass er kein Trolling bei extrem langsamen Geschwindigkeiten ermöglicht. Mit dem 300 PS Verado Außenbordmotor ist Trolling mit nur 2,5 Meilen pro Stunde bei ruhigen Bedingungen und etwas langsamer möglich, wenn Sie sich in den Wind oder die Strömung bewegen.

Trotz dieses Problems sollten Sie nicht zögern, den Hauptmotor für das Trolling zu verwenden. Wenn Sie ein Boot ausstatten und auf einen Kicker verzichten wollen, sollten Sie ein Modell mit Hauptmotor in Betracht ziehen, das über inhärente oder zusätzliche Funktionen verfügt, die die Schleppleistung verbessern können.  

Ein Verado-Motor enthält zum Beispiel branchenführende Technologien, die Geräusche und Vibrationen des Motors dämpfen, was zusätzlich die Wahrscheinlichkeit verringert, die Fische zu verschrecken. Und seine Digital Throttle & Shift-Steuerungen ermöglichen ruhiges, müheloses Schalten bei wiederholten Gasanpassungen. Ebenso ist das Mercury SmartCraft®-Paket digitaler Technologien mit den meisten Mercury-Außenbordmotoren bis 40 PS kompatibel und beinhaltet hilfreiche Tools wie Troll Control, was die Motordrehzahl sperren und winzige Anpassungen von 10 U/min erlauben kann.

Kickermotoren

Ein Kickermotor ist ein kleiner Sekundäraußenbordmotor, der neben dem Primärmotor montiert ist. Er wird bei den meisten Booten mit tiefem Rumpf und einer Länge über 5,10 m je nach Gewicht und Schiffsbreite als unerlässliches Tool für das Trolling betrachtet.

Eine gängige Konfiguration ist ein Kicker wie unser Mercury 15hp EFI ProKicker-Außenbordmotor, der mit dem Hauptmotor über eine Spurstange verbunden ist, sodass beide Motoren von der Konsole aus mit dem Steuerrad gelenkt werden können. Ein zweiter Ferngashebel nur für den Kicker steuert die Geschwindigkeit. Diese Konfiguration ist aufgrund der Vielseitigkeit des Kickers die naheliegende Wahl für alles mit Ausnahme von extremen Bedingungen.

Auch wenn der Kicker versetzt ist (von der Mitte der Spiegelplatte), können Sie durch ein getrenntes Gas trotzdem die Steuerung maximieren, da Sie in und aus Kurven Gas geben können.

Anzumerken ist, dass viele Angler einen Kicker mit Pinnenlenkung bevorzugen, da die Steuerpinne sofortige Richtungsänderungen erlaubt. Eine Pinne ist außerdem für das langsame Trolling entlang präziser Konturen äußerst effektiv.

Am Bug montierte Elektromotoren

Der beste Elektromotor für die Bugmontage zum Trolling hat eine elektrische Lenkung und keine Kabelsteuerung, da die Richtung stufenlos eingestellt werden kann. Idealerweise sollte auch eine drahtlose Fernschaltung vorhanden sein, damit Sie an der Rückseite des Bootes angeln und trotzdem die vollständige Kontrolle behalten können.

Manche elektrische Flautenschieber enthalten eine integrierte GPS-Funktion, damit das Boot „digital verankert“, die Richtung beibehalten oder die Geschwindigkeit gesperrt werden kann.

Der am Bug montierte Motor kann in Kombination mit einem Kicker verwendet werden. Der Kicker sorgt für konsistenten Schub, während der am Bug montierte Motor zum Lenken und dem Entgegenwirken von Seitenwinden oder Strömung verwendet wird.

Andere Arten von Motoren

Auch wenn an der Spiegelplatte montierte Elektromotoren aufgrund von Fortschritten bei der Bugmontagetechnologie weniger häufig werden, funktionierten sie immer noch gut für das langsame Trolling bei Booten mit Pinnenlenkung ohne Kicker. Eine solche Halterung kann auch mit einer erheblichen Kostenersparnis gegenüber drahtlosen Bugmontagen erworben werden.

GPS-fähige, am Bug montierte Premium-Flautenschieber von heute bieten jedoch weitere Vorteile außer der Kosten. Bestimmte Modelle können mit einem Multifunktionsdisplay (MFD) für den Betrieb gemeinsam mit dem Kartenplotter des Displays verbunden werden. Der MotorGuide Xi5 mit Pinpoint® GPS kann zum Beispiel mithilfe eines Pinpoint Gateway Kit mit einem kompatiblen Lowrance®-, Simrad®- oder Mercury VesselView®-Display gekoppelt werden. Nach dem Koppeln können Geschwindigkeit des Flautenschiebers und Richtung vom MFD aus programmiert werden, zum Trolling entlang von Strecken oder zu voreingestellten Wegpunkten auf der Karte.

Möglicherweise reicht für das Trolling eine einzige Antriebsquelle aus, aber durch Einbeziehung mehrerer Optionen erweitern Sie Ihre Möglichkeiten – und vergrößern häufig auch Ihren Erfolg.

 

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